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Trauer um Prof. Dr. Paul Weirich

Der VZAP trauert um sein Ehrenmitglied

 .23.01.2015.

Prof. Dr. Paul Weirich, wohnhaft in Ehner, Luxemburg, wurde 1957 Mitglied des Araberzuchtverbandes und gehörte dem Verband somit 58 Jahren lang an. 1958 gründete Dr. Weirich das erste luxemburger Stutbuch für Warmblüter und Kleinpferde. Zur damaligen Zeit war die Pferdezucht im Großherzogtum fast ausschließlich von Kaltblutpferden geprägt.
1960 war Paul Weirich Doktorand  an der Universität Bonn in den Fächern Agrarpolitik, Tierzucht und Agrarsoziologie, von 1960 bis 1992 unterrichtete er als Professor am Lycée Technique Agricole mit Schwerpunkt Tierzucht. 1968 wurde ihm die "Goldene Medaille" für hervorragende Leistungen in der Pferdezucht durch den Hauptverband für Zucht und Prüfung Deutscher Pferde e. V. – Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) – verliehen.

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Prof. Dr. Paul Weirich war zeitweilig in beiden Gremien des Verbandes, sowohl im Vorstand als auch im Zuchtausschuss tätig und setzte sich hier engagiert für die Bereiche Zucht und Sport ein.
Bis zu seinem Tode war Prof. Dr. Paul Weirich engagierter Zuchtbeauftragter des VZAP in Luxemburg. Als 1990 seitens der World Arabian Horse Organization (WAHO) der Beschluss gefasst wurde, dass der VZAP den Bestand an Vollblutarabern in Luxemburg mit Nachkommen registrieren und die Züchter dieser Region betreuen sollte, setzte sich Prof. Dr. Weirich sehr dafür ein, die Eingliederung der Züchter und Freunde des Arabischen Pferdes in Luxemburg in unseren Verband und unsere Zuchtbücher so reibungslos wie möglich zu gestalten. Zur damaligen Zeit waren luxemburger Vollblutaraberzüchter teilweise dem französischen, dem belgischen, dem holländischen oder dem deutschen Stutbuch angeschlossen. Daraus resultierten etliche Probleme, die mit der Übernahme aller Züchter und ihrer Pferde in unseren Verband gelöst werden konnten. Prof. Dr. Weirich hat sich in diesem Bereich große Verdienste erworben.

Mit der Einführung der regionalen Zuchtbezirke in unserem Verband wurde Prof. Dr. Weirich, unterstützt durch seine ebenfalls  sehr engagierte Tochter Karin Weirich, Ansprechpartner und Koordinator für das gesamte Großherzogtum.

In der Vollblutaraberzucht begann Prof. Dr. Weirich mit seiner Stute Saydha, die 1951 geboren wurde. Sie führte mütterlicherseits über Okupacja und Federacja auch die Stute Koalicja, das Symbol unseres Verbandes, in ihrem Pedigree.

Saydha wurde Gründerstute der Weirichschen Vollblutaraberzucht. Wertvolle, im Ausland stehende Hengste wurden eingesetzt, wie beispielsweise Karmin, Kaisoon, Farag, Tufail, Sultan, Manal sowie Pobeditel und Numizmat.

Eine Vollblutaraberzucht in Luxemburg zu betreiben, war in den Anfangsjahren der Weirich’schen Zucht alles andere als einfach. Viel Zeit und auch Geld war nötig, die Stuten zu den oft weit weg stehenden Hengsten zu bringen. Spermaversand war damals nicht üblich und die Landesgrenzen zu überschreiten war sehr viel aufwendiger als heute. Genehmigungen einer zeitlich begrenzten Ausfuhr mussten mit Hinterlegung von Kautionen an der Grenze eingeholt werden, mehrfache Besuche von Amtstierärzten auf dem Hof, an der Grenze und am Zielort. Pferdeanhänger waren zur damaligen Zeit kaum vorhanden und Prof. Dr. Weirich scheute keine Mühe, seine Stute zunächst rund  30 Kilometer zu Fuß vom Hof zur Bahnstation in Luxemburg zu bringen, sie dort auf die Eisenbahn zu verladen und von Luxemburg nach Marbach zu reisen. Heutzutage kann man sich solche Strapazen mit mehrtägiger Reise und mehrmaligem Verladen in die verschiedenen Transportwaggons der Bahn kaum vorstellen.

Für Prof. Dr. Weirich hat die Tradition in der Vollblutaraberzucht immer einen hohen Stellenwert gehabt. Auf seinem Hof, auf dem er mit seiner Tochter Karin die Zucht betrieb, stand auch die am 4. Juli 2003 geborene Karabela Kis Koalicja von Karkow, Ur-Urenkelin von Saydha.

Neben der Familie der Saydha wurde noch eine zweite Linie mit der Messoud-Tochter Halousa und ihrer 1999 geborenen Tochter Menhit Bint Halousa v. Maysoun aufgebaut.

Mit großer Passion widmete sich Prof. Dr. Weirich, unterstützt durch seine Tochter, fast sein ganzes Leben der Vollblutaraberzucht und Karin Weirich steht dem Verband nach wie vor als Zuchtbeauftragte und Ansprechpartnerin für das Gebiet Luxemburg zur Verfügung.

Für seine besonderen Verdienste um das Arabische Pferd und unsere Zuchtorganisation wurde Prof. Dr. Weirich zum Ehrenmitglied des Verbandes ernannt und erhielt aus der Hand des damaligen Vorsitzenden Dr. Hans-Joachim Nagel anlässlich der Mitgliederversammlung am 23. Juni 2001 die  Urkunde.

Wir sind Prof. Dr. Weirich für seinen langjährigen und erfolgreichen Einsatz für das Arabische Pferd, aber auch für unseren Verband zu großem Dank verpflichtet und werden ihm immer ein ehrendes Gedenken bewahren.

Der Vorstand des VZAP